FDP-Landtagsabgeordnete Wiebke Knell besucht ungenutztes Impfzentrum

14.01.2021

Gemeinsam fordern Landrat Winfried Becker und Landtagsabgeordnete Wiebke Knell, dass alle Impfzentren schnellstmöglich ihre Arbeit aufnehmen. „Die Menschen im ländlichen Raum haben denselben Schutz verdient wie in den Ballungsräumen“, erklären beide.

Wiebke Knell setzt sich für Verbesserungen ein

„Der Impfstoff muss zu den Menschen kommen, nicht die Menschen zum Impfstoff“, fordert Wiebke Knell, Landtagsabgeordnete der Freien Demokraten für den Schwalm-Eder-Kreis. „Die Bürgerinnen und Bürger im Schwalm-Eder-Kreis müssen möglichst schnell und wohnortnah Zugang zum Impfstoff gegen das Corona-Virus haben. Sie müssen nun leider ausbaden, dass die Landesregierung in der Organisation der Impfungen gescheitert ist“, ärgert sich Knell. „Die über 80-Jährigen hatten große Hoffnungen daraufgesetzt, sich jetzt telefonisch oder online für einen Impftermin anmelden zu können. Doch das befürchtete Chaos ist eingetreten, und die Anmeldung zur Impfung ist technisch und systematisch gescheitert. Besser wäre es gewesen, den Menschen schriftlich Termine anzubieten. Bereits zwei Stunden nach Anmeldebeginn gab es Nutzer-Berichten zufolge keine Termine mehr, weil der zur Verfügung stehende Impfstoff verplant sei. Und diejenigen, die in einer Art Windhundrennen einen Termin ergattert haben, müssen oft weite Anreisen zu den Großzentren in Kauf nehmen, weil die regionalen Impfzentren in den Kreisen noch nicht geöffnet wurden.“

Bei einer Besichtigung des Impfzentrums des Schwalm-Eder-Kreises in Fritzlar tauschte sich Knell mit Landrat Winfried Becker aus. „Das Impfzentrum ist betriebsbereit. Es ist nicht akzeptabel, dass der ländliche Raum bisher nicht in der Impfstofflieferkette bei den Impfzentren berücksichtigt wird“, erklärt Becker.

Knell ergänzt: „Ich werde mich auf Landesebene dafür einsetzen, dass das Impfen für die Menschen im Schwalm-Eder-Kreis besser funktionieren kann. Es ist vollkommen unverständlich, dass in den Impfzentren in den Kreisen noch keine Impfungen vorgenommen werden. Sie wurden für viel Geld und mit großem Engagement errichtet, verursachen Kosten von 100.000 € im Monat und sind auch insofern in Betrieb, als dass von dort aus die mobilen Teams starten.“Knell plädiert dafür, das Impfen möglichst breit aufzustellen. „Das bedeutet, auch die Impfzentren in den Kreisen zu öffnen.“

„Es zeugt von mangelhafter Organisation, wenn die Akteure vor Ort angehalten werden noch vor Weihnachten die Impfzentren zu errichten und diese dann wochenlang leer stehen“, sagt Knell. „Auch die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer, die seit Mitte Dezember in Bereitschaft stehen und sich fragen, wann es endlich losgeht, werden durch die Verzögerung nicht gerade in ihrer Motivation bestärkt.“

Gemeinsam fordern Knell und Becker, dass alle Impfzentren schnellstmöglich ihre Arbeit aufnehmen. „Die Menschen im ländlichen Raum haben denselben Schutz verdient wie in den Ballungsräumen“, erklären beide.